2. Türchen:

Jane Dieaulafoy

Jane Dieulafoy (1851-1916)

„Reise und du wirst einen Freund finden, der dir den zu Haus‘ zurückgelassenen ersetzt.“

Jane Dieulafoy

„Ich habe vierzehn Kugeln für Euch, also geht und holt sechs Eurer Freunde“, entgegnet sie den acht Männern. In jeder Hand hält sie einen geladenen Revolver. Wie man mit Waffen umgeht, weiß Jane. Im Krieg 1870/71 kämpft die Französin verkleidet als männlicher Freischärler. Ihre Tapferkeit und Kühnheit verleihen ihr den Beinamen woman warrior – weiblicher Krieger. Bereits in jungen Jahren wünscht sich Jane Henriette Magre ein Leben fernab von Heim und Herd. Ihre Meinung zum Thema Heiraten ändert sie allerdings, als sie ihren Zukünftigen Marcel Dieulafoy trifft. Gemeinsam graben sie die antike Stadt Susa im heutigen Iran aus. Zuvor durchquerten sie Persien, 6.000 Kilometer zu Pferd, Jane wieder getarnt als Mann. Als sie von acht Nomaden überfallen wird, vertreibt die Hartgesottene die Angreifer erfolgreich. Später veröffentlicht sie ihre Erlebnisse. Dabei werden der kurze Haarschnitt und Männerklamotten zum Markenzeichen der Autorin, denn nach ihrer Rückkehr aus dem Orient wollte sie nicht mehr darauf verzichten.

Annika Stahl