10. Türchen:

Bertha von Suttner (1843-1914)

Bertha von Suttner auf einer Fotografie von Carl Pietzner aus dem Jahr 1903.

Adlige Journalistin kämpft für den Frieden

Als eine der einflussreichsten politischen Journalistinnen ihrer Zeit wurde die aus dem
böhmischen Adel stammende Bertha von Suttner zur Begründerin der deutschen, österreichischen und ungarischen Friedensgesellschaften. 1905 erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis. Mit Alfred Nobel verband Bertha von Suttner nicht nur eine enge persönliche Beziehung, sondern auch darüber hinausgehende Interessen: Beide arbeiteten für den Frieden und gegen den Krieg – wenn auch mit unterschiedlichen Vorstellungen.
Bertha von Suttners größter literarischer Erfolg, ihr Antikriegsroman „Die Waffen nieder“ aus dem Jahr 1889, erschien in 37 Auflagen und über einem Dutzend Übersetzungen.
Er machte die Schriftstellerin zu einer der bekanntesten Vertreterinnen der Friedensbewegung. Ab diesem Zeitpunkt wurde Bertha von Suttner auch politisch aktiv:
Sie reiste zu Kongressen, hielt Vorträge, gab Zeitschriften heraus und gründete Friedensgesellschaften. Zudem setzte sie sich für die Rechte von Frauen und – zusammen mit ihrem Mann Arthur – gegen Antisemitismus ein. Als Alfred Nobel 1896 starb, stiftete er fünf hochdotierte Preise in verschiedenen Kategorien, darunter auch einen „für denjenigen oder diejenige, welcher oder welche am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker, für die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere sowie für die Bildung und Verbreitung von Friedenskongressen gewirkt hat“. Bereits bei der Abfassung seines Testaments hatte er an Bertha von Suttner als Preisträgerin gedacht.

Manuela Klaas